Der Atlantische Lachs bewohnt den Nordatlantik, die Nord- und Ostsee
sowie deren Zuflüsse. Er ist ein Wanderfisch, der seine
Wachstumsperiode im Meer verbringt und zum Ablaichen ab dem Frühsommer
in die Flüsse zieht. Lachse orientieren sich anhand des Geruchssinnes
und suchen zum Ablaichen die Gewässeroberläufe auf, aus denen sie
selbst stammen. Die Weibchen legen dort auf geeigneten Kiesbänken
Laichgruben an, in die die Eier abgelegt und besamt werden. Die jungen
Lachse (Parrs) verbringen meist ein bis zwei Jahre im Süßwasser und
ernähren sich hier von Kleinkrebsen und Insekten. Als sogenannte Smolts
machen sie sich dann wieder auf den Weg zum Meer. Hier bleiben sie ein
bis vier Jahre, bis sie die Laichwanderung zurück in die Flüsse
antreten.
Die erwachsenen Lachse halten sich in Nordatlantik,
Nord- und Ostsee auf. Die Laich- und Juvenilhabitate liegen in den
Oberläufen sommerkühler und sauerstoffreicher Flüsse und in Bächen
mit einem guten Angebot an durchströmten Kiesarealen.
Lachse waren früher in NRW weit verbreitet, vor
allem in den Gewässersystemen Sieg, Wupper, Ruhr, Ems, Rur, und Weser.
Seit 1988 wird systematisch die Wiederansiedlung des Lachses in NRW
betrieben (Wanderfischprogramm NRW). Vor allem im Siegsystem und Wupper
mit Dhünn konnten bisher zahlreiche Rückkehrer sowie eine erfolgreiche
Reproduktion nachgewiesen werden.
Gefährdungsgrad: „vom Aussterben bedroht" (RL
1)